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Wien, 14. Bezirk
Rohe Materialien, ruhige Morgen. Eine kitchen to keep in Wien.
Sechs Uhr dreissig, das Mahlwerk läuft. Der erste Espresso des Tages füllt die untere Etage der Maisonette mit einem Duft, der schwerer wiegt als jeder Wecker. Jürgen steht barfuss auf dem Eichenparkett, eine Hand an der Maschine, den Blick noch nirgends. Es gibt Morgen, an denen die Küche ihm gehört, bevor die Stadt es tut. Bevor sein Sohn die Treppe herunterkommt, bevor der Bildschirm aufleuchtet, bevor irgendetwas von ihm will. Nur Schiefer unter den Fingerspitzen, Stahl im peripheren Blick und das leise Zischen von Druck, der sich löst.

“Ich wollte eine Küche, die sich anfühlt wie ein Berggrat. Rau, klar, ohne Kompromiss.”
Die Schränke stehen an der Wand wie schwarze Monolithen. Miele Geräte fügen sich ein, ohne aufzufallen. Die Fronten in Nero absorbieren das Licht, geben nichts zurück, verlangen nichts. Dahinter verbirgt sich Ordnung, die nicht inszeniert werden muss. Was man sieht, sind die Stahlrahmen. Rohes, unbehandeltes Metall, das Patina annehmen wird, wie gutes Leder. Und der Portoschiefer auf den Arbeitsflächen, jede Platte ein Unikat, durchzogen von feinen Linien, die aussehen wie Höhenschichtlinien auf einer Wanderkarte. Jürgen wollte Materialien, die leben. Die sich verändern. Die nicht perfekt sein müssen, um schön zu sein.
“Die Insel ist der einzige Ort, an dem alle gleichzeitig landen. Morgens, abends, immer.”




Die Insel ist das Gravitationszentrum. Hier wird morgens Brot geschnitten, mittags Gemüse gewaschen, abends der Wein abgestellt, während jemand erzählt, wie der Tag war. Beton und Schiefer bilden eine Fläche, die gross genug ist für drei Schneidebretter und ein aufgeschlagenes Kochbuch. Jürgens Sohn macht hier Hausaufgaben, während auf dem Herd etwas köchelt. Freunde lehnen sich an die Kante und bleiben länger als geplant. Die Insel kennt keine feste Funktion. Sie ist Arbeitsfläche, Esstisch, Treffpunkt und manchmal, spätabends, der Ort, an dem ein Gespräch so gut wird, dass niemand ins Wohnzimmer wechseln will.
“Schiefer altert wie ein guter Freund. Er wird nicht schlechter, nur ehrlicher.”

Es gibt Menschen, die eine Küche nach Effizienz planen. Und es gibt Menschen, die eine Küche nach dem Gefühl planen, das sie haben wollen, wenn sie darin stehen. Jürgen gehört zur zweiten Sorte. Er fährt Mountainbike in den Wienerwald, klettert in Tirol, steht im Winter auf dem Ski. Er sucht überall das Direkte, Ungeglättete, Ehrliche. Seine Küche ist die logische Fortsetzung dieser Haltung. Kein Dekor, kein Ornament, keine Verkleidung. Nur Material, das sich zeigt, wie es ist.



Wenn die Sonne am späten Nachmittag durch die Fenster fällt, wärmt sie den Schiefer auf der Insel. Die Oberfläche, die morgens kühl unter den Händen lag, speichert jetzt das Licht. Ein paar Grünpflanzen stehen zwischen den Modulen. Sie waren nicht geplant, sie sind einfach geblieben. Wie vieles in dieser Küche: nicht inszeniert, sondern gewachsen. Jürgen sagt, seine kitchen to keep sei das Ehrlichste in seiner Wohnung. Und wahrscheinlich meint er damit nicht nur die Materialien.

Schrank, Zeile, Insel
Nero
Miele
Portoschiefer
Wien, 14. Bezirk
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